Die Görgenmannsölde
Ein typisches Hafneranwesen aus dem Kröning
Die Görgenmannsölde stammt aus dem Kröning, ein auf Grund seiner geeigneten Tonvorkommen bedeutendes Hafnerzentrum Altbayerns. Das Gebäude ist ein sogenanntes Mittertennhaus mit Stadeltenne zwischen dem Wohnbereich und dem Stall.
Typisch für ein Hafneranwesen ist die großzügige Stube, die gleichzeitig als Wohnraum und Werkstatt diente. Die Ausstattung dieses Raumes wurde rekonstruiert und stellt die Werkstattstube der Görgenmannsölde dar, wie sie in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesehen haben könnte. Kurz darauf wurde das Hafnerhandwerk, das hier über mehr als drei Jahrhunderte ausgeübt wurde, eingestellt.

Austragshaus aus Freiling bei Wurmannsquick – datiert (verdeckt) über der Schrottüre 1611, abgetragen 1988, eröffnet 1989
Rekonstruiert werden musste auch die an die Werkstattstube angrenzende Brennkuchl mit einem Brennofen, der funktionsfähig gebaut ist, aber aus Sicherheitsgründen nicht befeuert wird.
Das Anwesen hat eine bemerkenswerte Baugeschichte, die in der Ausstellung im Haus Interessierten nähergebracht wird. 2003/2004 fanden am bestehenden Standort der Görgenmannsölde Grabungen statt, die unzählige Scherben zutage brachten. Etliche Gefäße konnten aus diesen wieder zusammengesetzt werden. Das Scherbengut und die Gefäße sind in der Görgenmannsölde aufbewahrt. Eine Großvitrine dient als attraktives Schaudepot.
Zur Hofanlage gehören der an der Giebelseite im Westen angebaute Holzschuppen, ein Bauerngarten im Osten, sowie ein Backhaus. Darin wurde an der Stelle, an der einstmals der Backofen stand, ein besonderer moderner Keramik-Holzbrandofen errichtet, ein Bourrybox-Holzbrennofen für Salz/-Sodabrand, der regelmäßig genutzt wird.










